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Willi Heesen - Allet Jute zum Jeburtstach

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Willi Heesen – unser Senior der Woche

Am 9. März feiert Willi Heesen seinen 85. Geburtstag. 1936 in Krefeld geboren, arbeitete er bei der Fa. Kleinewefers. Lange Jahre reiste er in die weite Welt und war in ca. 30 Ländern als Monteur. Dabei kam er nach Mexico, Pakistan, in die Türkei und viele andere schöne Länder.

Mit seiner Frau Marlene hat er vier prächtige Söhne, Schwiegertöchter und sieben Enkelkinder. Während die beiden Ältesten Söhne gute Handballer bei Turnerschaft Grefrath waren, traten die beiden Jüngsten in seine Fußstapfen und spielten erfolgreich Tischtennis.

Mit 12 Jahren begann er mit dem TT-Sport bei der kath. Jugend in Krefeld. Hier spielte er auch schon Meisterschaftsspiele. Seit dem spielt er nun mit kurzen Unterbrechungen fast 65 Jahre. Von allen Blau-Weiß Spielern hat er die meisten Einsätze bei Meisterschaftsspielen. Mit Blau-Weiß hat er viel erlebt. So war er bei verschiedenen Schützenumzügen dabei oder half bei der Durchführung von Kreismeisterschaften und WTTV-Jugendranglisten. Für die Secretin-Show in der Glockenspitzhalle, organisierte er bei uns ein Rundlauf-Turnier. Mut seinem Sohn Uwe waren insgesamt fünf Blau-Weiß Jugendliche als Trompeter im Begleitprogramm dabei. Viele Jahre war er ein hervorragender Jugendwart für unseren Nachwuchs.

Rückblickend sagt er: „Meine schönste Zeit

war beim TTC 1950 Hüls in der Jugend (Bezirksklasse)“. Mit 80 Jahren auf dem Buckel, stand für ihn fest, sportlich kürzer zu treten.  Darum war nach der Saison 2015 / 16 die Teilnahme an Meisterschaftsspielen passee. Das Training besuchte er natürlich vorerst weiter. Im Jahr 2006 erhielt er die goldene Ehrennadel des Westdt. Tischtennisverbandes für seine über 50-jährige Tischtennis-Laufbahn.

Früher machte er gerne Bergtouren, z.B. in den Alpen. Später ging er zweimal jährlich den Rotweinwanderweg (Ahr) und im Juni ging es nach Apulien. Auch die Musik hat es ihm angetan. Für 8- oder 6-stimmige Choralchöre fährt er gerne auch mal weitere Strecken, z.B. nach Altenberg. Das Kulturelle tritt jetzt mehr in den Vordergrund. Mit seiner Ehefrau Marlene besuchte er auch öfter Konzerte, auch längere Ferienaufenthalte waren jetzt möglich. .

Sein erster Spielerpass ist auf den 06.08.1951 ausgestellt und zwar für unseren Namensvetter TTC Blau-Weiß Krefeld. Hier trainierte er mit Günther Stocks und Peter Düster. Da aber bei BW Krefeld zu dieser Zeit keine Jugendabteilung existierte, wechselte er kurze Zeit später (01.09.1952) schon zum TTC 1950 Hüls, der später mit dem Hülser SV fusionierte. Hier war rückblickend auch seine schönste Zeit. Am 28.5.54 ging er zur DJK Alverna Inrath. Als sich der Verein auflöste, hängte er seinen Schläger an den berühmten Nagel, weil er als Monteur viel in der Welt unterwegs war. Durch einen Kollegen schloss er sich am 12.10.1966 dem DJK VfL Tönisberg an, ehe er wieder aus beruflichen Gründen ein paar Jahre pausierte. Mitte der 60-er Jahre stand der Umzug in das neu gebaute Haus in Grefrath an. Bei einem Spaziergang mit seiner Familie hörte er dann 1975 ein bekanntes Geräusch: Ping – pong, ping – pong. Als er dem Klang nachging stand er in der Grefrather Eissporthalle. Hier wurden gerade die Tischtennis-Gemeindemeisterschaften ausgetragen. Nach einem kurzen Gespräch mit der Turnierleitung wollte er schon seinen Schläger holen um spontan mitzuspielen. Leider war man schon in vollem Gange, aber man lud ihn ein, einmal zum Training zu kommen. Als er sich nicht beim Training blicken ließ, fuhren ihn der damalige Vorsitzende Hermann Sanders und der TT-Obmann Heinz Aandekerk besuchen, um ihn zum Tischtennis zu animieren. Da war er gerade beim Tapezieren, aber für ein Gespräch hatte er natürlich Zeit. Wären die beiden nicht gekommen, wäre er mit Sicherheit nicht mehr beim Tischtennis gelandet, sondern hätte sich einem Chor angeschlossen. Kurz gesagt, am 28.10.75 meldete er sich an und verstärkte sofort die 1. Mannschaft und stieg mit ihr von der 2. Kreisklasse bis in die Kreisliga auf. Inzwischen waren weitere Spieler zum Verein gestoßen und er ging freiwillig in die Reserve. Als Leistungsträger und mit seinen Söhnen Ralf und Uwe an der Seite, schaffte er auch hier den Aufstieg bis in die Kreisliga. Nach einigen Jahren machte er wieder Platz und ging in der 3. Vertretung (1. Kreisklasse) auf Punktejagd. Auch hier war er lange Jahre Leistungsträger. Anschließend spielte er viele Jahre sehr erfolgreich in der 5. Mannschaft und war immer einer der trainingsfleißigsten. Zusammen mit seinem Partner Kurt Gilgen war er im Doppel über eine Serie ungeschlagen, obwohl sie immer gegen das erste Doppel spielen mussten.

Ab 1978 war er auch in der Jugendarbeit tätig. Zuerst als Betreuer bei Meisterschaftsspielen, dann auch als Trainer. Von 1981 bis 1986 war er sechs Jahre Jugendwart. Dieses Amt führte er akribisch genau und erfolgreich aus. Mit Lineal und Schablone hat er Anfang der 80er Jahre schon Spielpläne gefertigt, die bis 2002 Verwendung fanden. Dann kam die Digitalisierung. Er übergab seinem Nachfolger eine durchorganisierte und erfolgreich spielende Jugendabteilung, in der es zum Besten stand.

In der Zwischenzeit waren seine Söhne flügge geworden und bauten eigene Nester, dabei war er allen als „Mann für die schwierigen Fälle“ behilflich. Als er mit 60 in den Vorruhestand wechselte, nahm ihn der Verein wieder in Beschlag. Man hatte keinen Jugendwart. Er stellte sich zwar nicht als Jugendwart zur Verfügung, übernahm aber von Aug. 1999 bis Ende 2000 indirekt doch die komplette Arbeit mit Betreuung der Mannschaften, erstellen der Spielpläne, Organisation der Fahrer usw.

Um seinen gut durchdachten und prima funktionierenden selbst konstruierten Bandenwagen beneideten uns unsere Gastmannschaften auch nach vielen Jahren noch.

Mit über 1.200 Einsätze bei Meisterschaftsspielen ist er der dienstälteste Spieler im Verein. Hinzu kommen noch etliche Einsätze bei Pokalspielen.

Bei so viel Engagement standen natürlich auch eine Menge Ehrungen an. Erwähnen wollen wir die Verleihung der Verbandsverdienstnadel 1977, des Kreisehrenbriefes 1980 und der silbernen Spielernadel des WTTV 1985. Ein Höhepunkt war sicher die Verleihung der goldenen Spielernadel des WTTV im Jahr 2006.

Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft wurde Willi Heesen mit der goldenen Ehrennadel des Vereins, einschließlich Ehrenurkunde auf der JHV 2016 ausgezeichnet.

Interessant ist auch immer die dritte Halbzeit im Vereinslokal. Du hast immer etwas zu erzählen, von deinen früheren Reisen, deiner Arbeit bei Kleinewefers oder eine Anekdote von Spielen aus der guten alten Zeit.

Bis zur Unterbrechung durch Corona war er dienstags bei Dimi zum Skat verabredet. Nach dem Training hieß es 18, 20 nur nicht passen. Mit ein paar Bierchen und fünf Ouzo zur Stärkung ging es in den frühen Morgenstunden mit dem Rad wieder nach Hause.

Wir sagen herzlichen Dank für Deinen tollen Einsatz für unseren Verein. Wir wünschen dir noch viele gesunde Jahre mit deiner Familie und uns einen Sportkameraden, der noch lange Jahre am geselligen Vereinsleben teilnimmt.

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