7. Herren ungeschlagen Meister

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Kategorie: Verschiedenes
Veröffentlicht am Mittwoch, 02. April 2014 22:02
Geschrieben von Timm Camps
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Begegnung: DJK SC Blau-Weiß Mülhausen VII vs. KTSV Preussen Krefeld II

Klasse: Herren 3.Kreisklasse

Dienstag, 01.04.2014 19:30 Uhr in Forstwald

Wieder mit Sebastian Ganser an der Spitze der Mannschaft und einigen Anhängern als Unterstützung ging es schon früh nach dem letzten Spiel am Samstag nach Forstwald, um das letzte Saisonspiel gegen Preussen Krefelds zweite Mannschaft anzutreten, die bis zur Fertigstellung ihrer neuen Halle die Heimspiele in Forstwald bestreitet.

In der Hinrunde noch Mitfavorit auf die Meisterschaft, hatten die Krefelder im Laufe der Hinrunde aber die gute Position nicht halten können und lieferten sich jetzt ein indirektes Duell um den dritten Aufstiegsplatz.

Auch ein interessierter Homberger Spieler hatte sich deshalb unter die Zuschauer gemischt. Die sportliche Fairness gebot es den Blau-Weißen also, in diesem Spiel noch einmal konzentriert zu Werke zu gehen, auch wenn der eigene Ehrgeiz, die Saison nicht nur als Meister, sondern dazu noch ungeschlagen zu beenden, wohl überwog.

Mülhausens Siebte mit Sebastian Ganser, Sava Boskovic, Gregor Pendzich, Timm Camps, André Mombers und Yannik Gehrmann und Preussen II mit Ort, Ulrich Beck, Golus, Peter Beck, Rahier und Schlagenhauf lauteten die Mannschaftsaufstellungen an diesem warmen Dienstagabend, an dem es auch in der Halle nicht gerade kühl war.

Das Doppel Boskovic/Mombers trat gegen Ort/U. Beck an, kam aber nicht über einen Satzgewinn zu 9 hinaus und verlor mit 1:3 (-7, -7,  9, -5), was allerdings erst ihre dritte Saisonniederlage bedeutete. Währenddessen gestaltete das Mülhausener Einser-Doppel aus Sebastian und Timm sein Spiel gegen Golus und Rahier enger. Obwohl man wie in ein paar Spielen zuvor teils etwas voreilig den entscheidenden Schlag setzen wollte und so eigene Fehler produzierte, konnten die beiden mit 11:9 den ersten Satz für sich entscheiden. Leider häuften sich im zweiten Satz die Fehler, wobei nun auch das Aufschlag-Rückschlag-Spiel Probleme bereitete. Die beiden verloren zu 6 und mussten sich im nächsten Satz deutlich steigern. Das gelang zwar nur bedingt, aber Sebastian und Timm kämpften sich durch den Satz bis in die Verlängerung. Zwar war es hier eine Zitterpartie, doch man ließ sich nicht mehr zu riskanten Bällen verleiten und gab den Preussen so im Gegenzug mehr Gelegenheit, eigene Fehler zu machen, sodass das Einser-Doppel am Ende mit 18:16 den Satz beenden konnte. Die Ruhe im eigenen Spiel förderte das aber nicht gerade, denn der nächste Satz ging wieder mit 11:6 an Krefeld. Im Entscheidungssatz lag man gegen Ende dann sogar zurück, doch kam es Sebastian und Timm zugute, dass sich ihre Gegner drei Fehlaufschläge in Folge erlaubten, sodass die beiden den Satz noch mit 11:9 gewinnen konnten.

Nach dem Doppel Pendzich/Gehrmann gegen P. Beck/Schlagenhauf war Yannik zwar immer noch nicht vollends überzeugt von der Qualität des Spiels, doch gestand er ein, dass sein Zusammenspiel mit Gregor ziemlich gut funktioniert. Bestätigt wurde diese Meinung auch durch das Ergebnis, denn wie am vergangenen Samstag boten die beiden eine gute Leistung und konnten zunächst mit 11:9 den ersten Satz holen, bevor sie ihre Gegner mit 11:1 im chancenlos ließen. Im dritten Satz schienen sie dann etwas lockerer zu lassen, was ihre Gegner trotz des 0:2-Rückstandes auszunutzen wussten und sie in die Verlängerung zwangen, die die Mülhausener dann aber mit 12:10 gewannen.
Am Ende der Doppelrunde stand also eine 2:1-Führung für Blau-Weiß, allerdings deuteten die Spielverläufe an, dass noch ein hartes Stück Arbeit auf die Siebte warten sollte.

Sava musste nun gegen den Krefelder Ort ran, mit dem er sich schon im Hinspiel einen heißen Kampf geliefert hatte. Zwar konnte Ort Sava mit seinen harten Schüssen einige Male überrumpeln, doch Sava spielte sein Spiel ruhig und überlegt herunter, zwang Ort zu einigen Fehlern und brachte ihn ein ums andere Mal mit eigenen Angriffen in die Bredouille. So lag er am Ende mit 11:7 vorn. Dann aber berappelte Ort sich und nutzte seine volle Offensivstärke, um den Satz mit 11:4 zum Ausgleich zu gewinnen. Im Folgesatz traf er allerdings nicht mehr so viele Bälle und konnte nur mit Mühe mit 12:10 in Führung gehen. Sava hingegen gab sich weiter kampfstark und wurde nun wieder mit einem Satzgewinn belohnt. Im Entscheidungssatz entwickelte sich ein Nervenspiel im Kopf-an-Kopf, wobei Sava am Ende leider mit 11:13 den Kürzeren zog.

Sebastian spielte unterdessen gegen Ulrich Beck und konnte den ersten Satz deutlich (zu 5), den zweiten Satz schon knapper mit 12:10 gewinnen. Beck allerdings stellte sich gut auf die Offensivbälle des Mannschaftsführers ein und konnte ihn ein ums andere Mal durch sein Blockspiel ausplatzieren. Er gewann mit 11:6 den dritten Satz, doch dann machte es Sebastian wieder besser und holte die 3:1-Führung für seine Mannschaft.

Ausgebaut wurde diese dann durch zwei Siege von Timm Camps und Gregor Pendzich, die beide klar und ohne Probleme mit 3:0 gewannen. Obwohl Gregor seinem Gegner weniger Punkte überließ als Timm, stellte er nachher überrascht fest, dass dieser sein Spiel trotzdem schneller beendet hatte.

Weiter ging es mit Gehrmann gegen Rahier und Mombers gegen Schlagenhauf.

Yannik begann gut und konnte mit 1:0 in Führung gehen, war aber nicht in der Lage, seine noch vorhandenen Probleme im Stellungsspiel auszugleichen und verzog einige Topspins, sodass er zu 4 unterlag. Mit mehr Variationen beim Aufschlag verhinderte er aber, dass sein Gegner sich zu sehr auf ihn einstellte und konnte nun auch mehr eigene Angriffe erfolgreich gestalten, um mit 11:9 wieder in Führung zu gehen. Im vierten Satz kämpfte Rahier sich aber wieder ins Spiel und konnte Yannik mehr entgegensetzen, sodass sich ein hart umkämpfter Satz ergab. Schließlich konnte der Mülhausener sich aber in einer spannenden Verlängerung behaupten und gewann mit 16:14.

Mit 3:1 siegte auch André Mombers, der nur den zweiten Satz mit 10:12 abgab, dann wiederum aber mit einem 12:10 und einem klaren 11:5 für sich gewinnen konnte, da sein Gegner seinen Topspins sowohl aus der Vor- als auch der Rückhand nicht viel entgegenzusetzen hatte.
Beim Zwischenstand von 7:2 fehlte nun also nur noch ein gewonnenes Spiel zur ungeschlagenen Saison und auf der Bank war man ob der hohen Führung zuversichtlich, dass man diesen Punkt und auch ein zweites zum Sieg noch schaffen würde.

Zunächst deutete sich auch ein Gewinn für Sebastian an, denn im dritten Durchgang führte er bereits durch zwei starke Sätze 2:0 gegen Ort, der dann aber auftrumpfte und mit 11:3 zurückschlug. Danach erarbeitete sich der Preussener Einser ein umkämpftes 13:11 zum Ausgleich und drehte das Spiel im fünften Satz mit 11:9.

Noch größere Probleme hatte Sava mit Ulrich Beck, der Sava wie Sebastian zuvor Ort zwei Sätze zu 7 abnahm, bevor Sava mit gleichem Ergebnis den Anschlusssatz gewann. Im vierten Satz fand Beck aber wieder zur vorherigen Souveränität und schlug Sava trotz dessen guter Einstellung mit 11:4.

Nun lag es also an der „goldenen Mitte“, zu der Sebastian Gregor und Timm später adelte, den Sieg festzumachen. Gregor präsentierte sich wieder in Topform und siegte klar zu 3, 9 und 6 gegen Preussen-Spieler Golus, der nicht gegen Gregors Aufschläge und dessen Topspins ankam.

Schwerer dagegen tat sich Timm gegen Peter Beck. Im ersten Satz noch knapp mit 13:11 vorn, stellte er sich nicht gut genug auf das tischnahe Blockspiel seines Gegenüber ein und antizipierte oft nicht gut genug, sodass er knapp mit 10:12 verlor. In der Satzpause spornte er sich jedoch an, es nun mit voller Konzentration besser zu machen und dies gelang ihm auch sehr gut, denn er ließ Beck mit 11:3 im dritten Satz keine Chance. Während sich André Mombers am Nebentisch schon gegen Rahier warmspielte, gestaltete sich der vierte Satz im noch laufenden Spiel zwar wieder enger, doch war das kleineren Fehler von Timms Seite geschuldet. Zwar konnte Beck noch einmal herankommen, doch Timm hatte beim eigenen Aufschlag nun einen Vorteil und konnte diesen auch zum 11.9 nutzen, womit die ungeschlagene Meisterschaft nun besiegelt war.  

Nach der Verabschiedung wurde die bei diesem Durchmarsch schon fast zur Routine gewordene Jubel-Traube gebildet, dieses Mal aber mit den frisch gedruckten Meisterschafts-Polos. Nach ein paar Schnappschüssen der kompletten Mannschaft ging es dann schnell in die Umkleide und in Richtung Dimi, um den Sieg noch gemeinsam auskosten zu können. Vorher allerdings setzte es für Sebastian und Gregor, die sich gerade auf den Weg in die Dusche gemacht hatten, noch eine erfrischende Bierdusche, die Yannik und Timm vor dem Spiel aus gegebenem Anlass heimlich als kleinen April-Streich vorbereitet hatten.  

Die Meisterschaft konnte zwar ungeschlagen eingetütet werden, ganz beendet ist die Saison für die 7.Herren vom DJK aber noch nicht, denn am Sonntag wird die ganze Mannschaft gemeinsam Savas Geburtstagsgeschenk einlösen, eine Fahrt zum Bundesliga-Spitzenspiel in Düsseldorf von der Borussia gegen Saarbrücken.

Eine Woche später weilt man dann wieder im deutschen Tischtennis-Zentrum, um von Samstag auf Sonntag beim gemeinsamen Trainings-Wochenende die Meisterschaft zu feiern. 

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